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Aus historischen Quellen geht hervor, dass die Burg bereits 1160 als „castrum Rotenstein" mit bambergischem Besitz erwähnt wurde. Urkundlich wird sie jedoch erst 1209, in einer von Herzog Leopold für das Kloster Baumgartenberg ausgestellten Urkunde, unter dem Namen Rotenstein erwähnt.
Schon 1492 mußte Christoph von Liechtenstein dem Kaiser die einstige Rodungsburg, die er nach den Grafen Clam-Velburg, den Kapellern und Wallseern erhalten hatte, zusammen mit Waxenberg und Wesenstein ausliefern. Das Haus Liechtenstein sollte dafür büßen, das es sich an die Seite des Matthias Corvinus, des Ungarnkönigs, gestellt hatte. Der Chronist der Familie Liechtenstein weiß zu berichten, daß sich dann 50 Jahre nach der Rückgabe der Herrschaft Ruttenstein, zu der die Märkte Weißenbach und Königswiesen gehörten, neuerlich ein Streit zwischen Habsburg und Liechtenstein um den begehrten Sitz entspann. Er endete, als der Landesfürst Ruttenstein endgültig für eine geringe Summe ankaufte. Ruttenstein kam 1709 an Franz Ferdinand von Salburg, der die Herrschaft mit Schloss Aich, Zellhof und Prandegg vereinte.
Die Ruine in 750 m Seehöhe ist heute fachmännisch abgesichert und betreut. Auf der höchsten Stelle der Waldkuppe stand die Altburg des 12. Jh., wahrscheinlich nur der jetzt zum Teil eingestürzte Wohnturm mit romanischer Tür und spitzbogigen Zwillingsfenstern, ebenso der fünfeckige Bergfried mit Stiegen im Mauerwerk, runden Fenstern und einer mannshohen Ringmauer. Erst im 13./14. Jh. sind der Palas, Kapelle und Schildmauer entstanden. Im 15. Jh. legte man um diese Hauptburg eine riesige Vorburg mit sieben Rund- bzw. Schalentürmen. Ruttenstein verfiel im 17. Jh., als der Besitz mit der Greinburg vereinigt wurde. |




