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Sanierungen 2003 bis 2006

2003
Bereits zu Ende des Winters wurde am Fuße der Ruine in einer Entfernung von 0,7 km ein weiterer Besucherparkplatz für 30 PKW errichtet.

Die vielen Aktivitäten in Ruttenstein locken vermehrt und vor allem Besucher aus weiter Entfernung an. Dies führte zum Teil dazu, dass so mancher Gast die Ruine nur über Umwege erreichte. Dem Vorstand des Erhaltungsvereines war es daher ein besonderes Anliegen, die Zufahrtsstraßen besser zu beschildern. Insgesamt 19 große und kleine Wegweiser wurden angekauft und aufgestellt sodass nunmehr von Pierbach weg sowie von Schönau und auch am Güterweg Ruttenstein eine ordnungsgemäße Wegweisung gegeben ist.

Der jetzige Aussichtsturm wurde einstmals als Wohngebäude erbaut und genutzt. Löcher zur Auflage der Holzdecken sind ja zum Teil noch recht gut sichtbar.

Aus statischen Gründen musste nun eine Sicherung dieser Maueröffnungen erfolgen. Resultat daraus war, dass auf einer Ebene wiederum Holztramen eingebaut und diese mit Pfosten belegt wurden. Somit hat sich wie zu früherer Zeit dadurch ein Zwischenboden im nunmehrigen Aussichtsturm ergeben.

Aus Sicherheitsgründen musste auch das hölzerne Stiegengeländer erneuert werden. Der örtliche Schmiedebetrieb hat dieses aus Metall angefertigt und montiert. Einige Absturzstellen in der Anlage wurden ebenfalls in gleicher Weise gesichert.

Insgesamt vier Wochen dauerten die Mauerwerkssanierungen in der Innenburg und am Aussichtsturm. Unterstützung für den Verein gab es dabei wiederum von vielen freiwilligen Helfern aus Pierbach.

Hunderte Tonnen Schutt lagerten auch in der Innenburg. Diese wurden mit Hilfe eines Baggers aus der Anlage befördert.

 

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2004
Für die ständig steigende Zahl der Besucher wurde vom Erhaltungsverein in der Nähe des Anwesens Holzer - nordöstlich der Ruine - ein weiterer Besucherparkplatz für 12 PKW errichtet. Dieser Parkplatz Nr. 3 liegt in der Nähe des Anwesens Holzer am Güterweg Ruttenstein. Über den Wanderweg Nr. 95 ist die Ruine Ruttenstein auf einer Weglänge von ca. 1,3 km erreichbar.

Einen finanziell großen Brocken stellt die Sanierung bzw. Abdichtung der Betondecke des Aussichtsturmes dar. Diese Decke weist Haarrisse auf. Das dadurch durchdringende Wasser schädigt in der Folge die Deckenbewährung. Mit Vlies und Kunstharzschichten soll hier eine dauerhafte Lösung erfolgen. Für diese Maßnahme sind Kosten von mindestens € 5.000,- zu erwarten. Anschließend ist die Deckenunterseite zu sanieren und in der Folge werden zusätzlich noch Eisenträger

als Deckenstützung eingezogen. Diese Arbeiten sind für Sommer / Herbst 2004 geplant.

Weiter sind für das Jahr 2004 noch Mauerwerkssanierungen im Bereich der Innenburg (Bergfried und Zwinger) vorgesehen.


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2005

Erfolgreiche Bilanz
Im März 2005 fand die erste Vollversammlung des REV nach dessen Gründung vor zwei Jahren statt. Den Vereinsmitgliedern konnte dabei vom Vorstand eine sehr positive Bilanz der letzten zwei Jahre präsentiert werden.
Eine kurze Aufzählung der Aktivitäten des Erhaltungsvereines in Ruttenstein 2003 und 2004:

- Freischneiden in der Vorburg
- Ausräumen von abgestürztem Mauerwerk
- Sicherung verschiedener Mauerzüge
- Abdichten der Aussichtsplattform
- Erneuerung der Stiegengeländer
- Einbau einer Zwischendecke im ehem. Wohnturm
- Absturzsicherungen
- Erneuerung der Zugangsstiege
- Errichtung von zwei Besucherparkplätzen
- Wegweiser und Beschilderungen
- Herstellung von Wasser-, Abwasser- und Stromanschluss


Bereits 160 Mitglieder unterstützen den Verein mit ihren Beiträgen aber auch finanzielle Beiträge der Kulturabteilung des Landes, des Bundesdenkmalamtes, der Gemeinde Pierbach und der Coburg ermöglichen diese vielen Maßnahmen. Zu diesen Finanzmitteln wurden aber auch viele freiwillige Arbeitsleistungen erbracht, sodass ein kleiner, finanzieller Polster den Weitergang der Arbeiten gewährleistet.

Werbefolder
Von den Betreibern der Schutzhütte Ruttenstein wurde der erste Werbefolder erstellt an dem sich der Erhaltungsverein beteiligt hat. Mit diesem Werbemittel kann nun die Ruine und die Schutzhütte entsprechend beworben werden wie z.B. bei Messeauftritten, Werbung bei div. Reiseveranstaltern, Versand von Werbemittel an Interessierte, Auflage auf Schriftenständern, Mitnahme bei einem Besuch, etc.

Abbruchmaterial im Zwinger
Zentimeter genauer Umgang mit einem Bagger war notwendig, um das abgestürzte Gesteinsmaterial aus dem Zwinger zu räumen. Vor allem die Maueröffnung (zweites Einfahrtstor) und der darunter befindliche Felsen stellten die größte Herausforderung für den Baggerfahrer dar. Herzlichen Dank an Herrn Anton Raab für die großartige Unterstützung des Erhaltungsvereines.

Sichere Aussichtsplattform
Etwas kompliziert und nicht ungefährlich war das hochtransportieren der fünf Eisentraversen zum Unterfangen der Aussichtsplattform. Mit dem Einbau dieser Unterzüge ist die ca. 45 Jahre alte Betondecke entsprechend einem statischen Gutachten nun ausreichend gesichert und es konnte die provisorische Deckenpölzung entfernt werden. Zum Einziehen der Traversen war es erforderlich, rund 1⁄2 m tiefe Löcher in die Mauer zu stemmen. Die Eisenträger mussten eingefädelt werden. Verputzt wurden auch die schadhaften Stellen in der Betondecke. Danke allen Helfern für diese kräfteraubende Arbeit.

Ordentliche Stromverteilung
Speziell im Hinblick auf die Open-Air-Veranstaltung im August aber auch die Beleuchtung der Anlage war es notwendig, eine ordentliche Stromverteilung in der Ruine herzustellen. Sehr aufwendig war die Verkabelung wegen der Weitläufigkeit der verschiedenen Anlagenteile. Mit dieser Stromversorgung haben wir hoffentlich für die nächsten Jahrzehnte die notwendige Vorsorge getroffen.

Besuch bei den Prandeggern
Anlässlich eines großen Burgfestes in Prandegg am 18. Juni haben wir Ruttensteiner die Gelegenheit wahrgenommen und einen versprochenen Gegenbesuch abgestattet. Unsere Gruppe mit 15 Personen, allesamt in mittelalterlichen Kostümen gekleidet, zog mit Fahne, Roß und Wagen in Prandegg ein. Herold zu Ruttenstein brachte in feierlicher Form die Grußbotschaft dar und danach überreichte der Burgherr von Ruttenstein den Prandeggern Brot, Fische und einen Bluzer echten „Ruttensteingesöff’s“ als Geschenke. In fröhlicher Runde wurde ausgiebig gefeiert und natürlich die Gegeneinladung zum Konzert in der Burg an die Burgherren von Prandegg und die dortigen Gäste ausgesprochen. Dank gebührt allen Beteiligten und sonstig Mitwirkenden an diesem Besuch.


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2006

Sicherer Zugang
Der Hauptzugang in die Ruine konnte vor wenigen Wochen mit einem stabilen Geländer abgesichert werden. In akribischer Feinarbeit hat Schmiedemeister Karl Schnepf das Metallgeländer angefertigt und montiert. Diese Absturzabsicherung dient beim steilen Anstieg zum Haupteingang auch als wertvolle Aufstiegshilfe. Eine weitere Anhaltestange ist bei den Steinstufen zum Aussichtsturm angebracht worden.

Pierbacher Gastwirte sponsern Orientierungstafeln
Die Aussichtsplattform der Ruine Ruttenstein bietet den BesucherInnen neben einer Vielzahl von nahe gelegenen Sichtzielen bei entsprechender Witterung auch einen gewaltigen Fernblick in alle Himmelsrichtungen. Mit drei Orientierungstafeln konnte nun einem oftmals geäußerten Wunsch entsprochen werden, diese nahe und fern gelegenen Ziele zu beschreiben. Knapp 50 Orte, Berge oder sonstige Orientierungshilfen sind mit entsprechenden Höhenangaben und Entfernungen in Luftlinie auf diesen  Tafeln nachzulesen. Viele Arbeitsstunden von Funktionären des Ruttensteiner Erhaltungsvereines waren erforderlich um das gesamte Konzept in Eigenregie zu erstellen.

Den Gästen wünschen wir mit dem Studium der Tafeln nun eine angenehme Verweildauer auf der Ruine Ruttenstein und für ihren Besuch natürlich das passende Wetter bzw. die notwendige Fernsicht dazu.

Herzlichen Dank den drei Gastwirten Fasching-Leitner, Schartlmüller-Populorum und Trinkl für die Finanzierung dieser Orientierungstafeln.


Antrittsbesuch von Dipl.Ing. Wacha
Über mehrere Jahre hat Ing. Temper vom Bundesdenkmalamt die Restaurierungsarbeiten der Gemeinde und des Erhaltungsvereines in der Ruine begleitet. Herr Temper hat sich beruflich verändert und so wurde Ruttenstein nun Herrn Dipl. Ing. Wacha zur fachlichen Betreuung zugeteilt.

Bei seinem Antrittsbesuch war der neue Sachbearbeiter des Denkmalamtes von der Mächtigkeit und der noch vorhandenen Substanz von Ruttenstein sehr angetan. Sein Hauptaugenmerk legte Hr. Wacha besonders auf die fachliche Erkundung des damals verwendeten Mörtels und der Mauerwerksverputze. Putzreste sind leider nur mehr in sehr geringen Mengen zu finden. Empfohlen wird für die weiteren Sanierungsarbeiten die Verwendung von gelöschtem Branntkalk, da man von diesem Material jahrhunderte lange Lebensdauer erwarten und aus dem Restmauerwerk nachvollziehen kann. DI Wacha hat sich auch angeboten, bei den kommenden Sanierungsarbeiten an einigen Tagen mitzuwirken, sofern seine zeitlichen Ressourcen dies ermöglichen.


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